28. März 2021 | Allgemein

Mein Wort zum Sonntag

Mein Wort zum Sonntag vom 6. März 2021

Ihr Lieben,  

auch wenn nur wenige es wagen zu kommen, wir setzen unsere Gottesdienste weiter fort, solange es erlaubt ist – und bieten auch morgen früh wieder beide Formen parallel an: Einen Präsenzgottesdienst – und gleichzeitig die Live-Übertragung! Die Einwahlmöglichkeiten haben wir oft genug hier erklärt. Inzwischen hat sich das Technik-Team auch weiter eingearbeitet und geht von einem reibungslosen Ablauf aus.  

Leider haben wir im Kreis Altenkirchen seit ein paar Tagen die höchste Inzidenz in Rheinland-Pfalz, und die Kreisverwaltung hat strengere Regeln erlassen, über deren Sinn allerdings überall heftig diskutiert wird – meines Erachtens mit Recht. Denn was soll z.B. der nächtliche Hausarrest von 21 bis 5 Uhr bringen außer Ärger für harmlose Heimreisende? Die Partyfans wird das kaum abschrecken. Ich denke, im Blick auf das Impfen der Bevölkerung ist viel Zeit versäumt worden. Ich bin über 70 und versuchte mich anzumelden – nicht einmal das geht bislang. 

Vor ein paar Tagen habe ich eine Reportage über Israel gesehen. Dort hat man überall im Land Impfstationen eingerichtet, und zwar dort, wo viele Menschen sind: In Supermärkten, auf Bahnhöfen und sogar bei IKEA. Alle sind digital miteinander vernetzt. Du gehst hin, weist Dich aus, und man sagt Dir sofort, ob du zum ersten oder zweiten Mal die Impfung bekommen kannst. Ruck-Zuck hast du den Piecks und kannst weiter einkaufen. Von einer solchen Organisation sind wir meilenweit entfernt; bis die deutsche Bürokratie in Gang kommt, sterben weiter viele Menschen. Schade. 

Zurück zu uns:  

Nachdem wir vor einem Monat glatteisbedingt alles ausfallen lassen mussten, planen wir für morgen früh nun die erste Abendmahlsfeier auch digital: Wir versuchen es so, wie es manche anderen Gemeinden schon länger machen:  

Jeder, der teilnehmen möchte, bereitet für sich oder seine Familie zuhause Brot und Wein/Saft vor. Und wenn die Einsetzungsworte gelesen sind und das Gebet gesprochen ist, nehmen wir zuhause jeweils das Brot bzw. den Kelch/Becher. 

In der Predigt geht es morgen früh um das Schreiben an die Gemeinde Pergamon (Offb 2, 12-17) und damit um die dort diskutierte Frage, wie sich eine Gemeinde in ethischer Hinsicht in einem nichtchristlichen Umfeld bewähren kann. 

Mit einem herzlichen Gruß Wolfgang Buck