2. November 2020 | Allgemein

Mein Wort zum Sonntag

Mein Wort zum Sonntag vom 31.Oktober 2020 

Ihr Lieben, 

wir waren in dieser Woche ein paar Tage verreist und sind froh, wieder gesund zuhause zu sein. Mittlerweile hat die befürchtete Corona-Herbstwelle fast ganz Europa fest im Griff. Die Infektionszahlen steigen unaufhörlich, und die Regierungen erlassen überall schärfere Bestimmungen. 

Das alles macht auch vor unserem Kreis Altenkirchen und unserer Gemeinde nicht Halt. Seit Donnerstag hat unser Landrat schon eine kreisweite Verfügung erlassen, und ab Montag wird es noch einmal enger, immer weniger Menschen dürfen in einem Raum oder auch in der Öffentlichkeit zusammen sein.  

Die gute Nachricht: Gottesdienste dürfen vorerst stattfinden, aber unter strengeren Auflagen. So haben wir uns als Gemeindeleitung heute Nachmittag intensiv Gedanken gemacht, welche Konsequenzen das alles konkret für uns als FeG Derschen hat: 

Für den Monat November haben wir leider beschließen müssen, dass alle Gruppentreffen einschließlich Sonntagsschule, Jungschar, GBS usw. ausfallen müssen, auch der BU in Niederdresselndorf ist nicht erlaubt. Bitte seid kreativ genug, den Kontakt untereinander mit ZOOM oder ähnlichen Möglichkeiten aufrecht zu erhalten. 

Lediglich der Gottesdienst ist noch erlaubt, allerdings mit Maskenpflicht auch am Sitzplatz. Das Abendmahl morgen früh können wir unter strengen Hygienebedingungen noch durchführen – so wie vor einem Monat. 

Auch unsere für Mittwoch geplante Mitgliederversammlung müssen wir verschieben, wir peilen als Ersatztermin den 2. Dezember an. 

Was mit den Weihnachtsgottesdiensten geschieht, ist z.Zt. noch völlig offen. 

Die Christenheit hat schon schlimmere Zeiten erlebt – und alles überlebt, weil unser Herr uns auch in solchen Zeiten nahe ist. Als 1527 die Pest in Wittenberg ausbrach, schrieb M. Luther, an dessen Reformation wir heute besonders denken 

Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde. Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht. 

Eure Gemeindeleitung 

Markus Jäger, Lars Blecker, Wolfgang Buck